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Sonntag, 8. April 2012

Anton Benya



Anton Benya. Ansichten des Nationalrats- und ÖGB-Präsidenten [Gebundene Ausgabe]


Johannes Kunz



1948 wurde er einer der leitenden ÖGB-Sekretäre, 1959 Vizepräsident und schließlich 1963 Präsident des Gewerkschaftsbundes. Dieses einflussreiche Amt hatte er bis 1987 inne und war ein bedeutender Verfechter der Sozialpartnerschaft, die für Österreichs politisch-wirtschaftliche Entwicklung entscheidend war. Bekannt ist die nach Benya benannte Benya-Formel zur Lohnfindung, nach der sich die Lohnerhöhung an Inflations- und Produktivitätserhöhung orientieren solle.

Zwischen 1956 und 1986 war Benya Abgeordneter zum Nationalrat und von 1971 bis 1986 der am längsten dienende Erste Nationalratspräsident der Republik Österreich.

In dieser Zeit galt er neben Bruno Kreisky, der seit 1970 die SPÖ-Alleinregierung führte, als wichtigster Politiker der Sozialistischen Partei.
Als solcher bemühte er sich – zusammen mit Kreisky – um eine Aussöhnung zwischen sozialdemokratischer Arbeiterschaft einerseits und der katholischen Kirche anderseits.

Der österreichische Gewerkschaftsbund und Demokratie

Der österreichische Gewerkschaftsbund und Demokratie:
Die Relevanz des ÖGB in der österreichischen Demokratie und die Relevanz von Demokratie im ÖGB [Taschenbuch]
Robert Mühlberger (Autor)


Dieses Buch beschäftigt sich zum einen mit dem ÖGB und seine Rolle als demokratische Kraft innerhalb der Republik Österreich und zum anderen mit dem Stellenwert von Demokratie im ÖGB.

Als demokratische Kraft, wird sein historischer Anteil an der Entwicklung der 2. Republik dargestellt, aber auch der gewerkschaftliche Kampf für das allgemeine Wahlrecht und der Widerstand gegen Faschismus im Ständestaat und Nationalsozialismus.
Aufgrund ihrer antifaschistischen Ausrichtung verpflichten sich Gewerkschaften auch zu einem Mindestmaß an innerorganisatorischer Demokratie. Effizienz und Zentralisierung sind die wichtigen Begriffe, die mit Demokratie in Verbindung gebracht werden.
Auch der Begriff Bildung, für Demokratie unerlässlich, wird zentral behandelt. Es wird auch die Organisation und ihre Struktur skizziert. Besonderes Augenmerk liegt auf den Reformen, die der ÖGB in den letzten Jahren durchgeführt hat und deren Nutzen für einen offeneren, demokratischeren ÖGB.