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Samstag, 20. Juni 2015

Trotzki – Eine Einführung





Trotzki – Eine Einführung Leben und Kampf eines revolutionären Marxisten
Inhalt
  • Vorwort der Redaktion
  • Einleitung
  • Kapitel 1: Aus dem Gefängnis an die Macht
  • Kapitel 2: Die permanente Revolution
  • Kapitel 3: Brot, Land und Frieden
  • Kapitel 4: Der Bürgerkrieg
  • Kapitel 5: Der Aufstieg Stalins
  • Kapitel 6: Trotzki und die Weltrevolution
  • Kapitel 7: Der Kampf gegen den Faschismus
  • Kapitel 8: Die Vierte Internationale
  • Kapitel 9: Das Übergangsprogramm
  • Kapitel 10: Das Leben ist schön
  • Hanns Graaf, Austreibung Trotzkis
  • Hannes Hohn, Für den Aufbau der Fünften Internationale

Die vorliegende Einführung in das Leben und Schaffen Leo Trotzkis von Richard Brenner richtet sich v.a. an Jugendliche, linke AktivistInnen und ArbeiterInnen, die eine Alternative zum Kapitalismus suchen – zu einem System, das sich in der schwersten Wirtschaftskrise seit 1945 befindet, das ganze Länder in Elend und Chaos stürzt, das die Existenzgrundlagen von immer mehr Menschen untergräbt, das permanent zum Krieg führt und sogar die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit zerstört.
Zugleich stellt sich aber auch immer drängender die Frage, warum die Arbeiterbewegung sich bisher kaum in der Lage sieht, der globalen Krise zu begegnen und sie auf ihre Weise zu lösen – indem sie die Kapitalisten enteignet und deren Profitsystem durch eine demokratisch geplante Wirtschaft ersetzt. Es stellt sich die Frage, warum beide großen Stränge der Arbeiterbewegung, der sozialdemokratische wie der “kommunistische”, den Kapitalismus nicht zu überwinden vermochten?
Zweimal, 1905 und 1917, wurde Trotzki zum Vorsitzenden des Petrograder Sowjets gewählt. Neben Lenin war er der wichtigste und populärste Führer der Oktoberrevolution. Er war Begründer der Roten Armee und Sieger im Bürgerkrieg. In wichtigen Funktionen war er am Aufbau des ersten Arbeiterstaats der Welt beteiligt.
Trotzki war aber zugleich auch der entschiedenste Kämpfer gegen die bürokratische Entartung der Gesellschaft unter Stalin und für die Verteidigung der revolutionären Konzeption von Marx und Lenin. Seine Kritik verband er mit dem Aufbau einer Opposition, die 1938 zur Gründung der IV. Internationale führte.
Sein umfangreiches publizistisches und theoretisches Schaffen stellt ihn in die erste Reihe des Marxismus. Seine Theorie der Permanenten Revolution, die Analyse des Stalinismus, das “Übergangsprogramm” oder seine Faschismus-Analyse sind Eckpfeiler jeder marxistisch-revolutionären Konzeption.
Brenners Biographie ist keine Heldenverehrung, sondern eine sachlich-kritische Wertung des Lebens und Schaffens Trotzkis. Er musste Trotzki nichts andichten, weil dessen Leben bewegt, ja dramatisch, groß und tragisch zugleich war, denn Trotzki lebte in einer Ära großer historischer Umbrüche und prägte sie selbst mit wie nur wenige andere.
Das Buch ist zugleich eine Bewertung bedeutender historischer Ereignisse und eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen politischen Konzeptionen. So trägt das Buch dazu bei, die Politik, die Strategie und Taktiken des revolutionären Marxismus zu verstehen und praktische Schlussfolgerungen für heute zu ziehen.
Ein Gedicht von Hanns Graaf und ein Text zur Frage des Aufbaus einer neuen, 5. Internationale runden diese Ausgabe ab.
ArbeiterInnenstandpunkt
Die Redaktion, November 2013

Sonntag, 8. April 2012

Bloodlands


Bloodlands: Europa zwischen Hitler und Stalin [Gebundene Ausgabe]

Timothy Snyder , Martin Richter


Obwohl die Verbrechen Stalins und Hitlers zu den bestuntersuchten Themen der jüngeren Vergangenheit zählen, unterliegt ihr Bild noch vielen Verzerrungen. Der amerikanische Historiker Timothy Snyder hat sich vorgenommen, die wichtigsten davon zu korrigieren.


Timothy Snyder erzählt in seinem aufsehenerregenden, zutiefst aufwühlenden Buch drei miteinander verknüpfte Geschichten - Stalins Terrorkampagnen, Hitlers Holocaust und den Hungerkrieg gegen die Kriegsgefangenen und die nichtjüdische Bevölkerung - so wie sie sich tatsächlich zugetragen haben: zur gleichen Zeit und am gleichen Ort. Makellos recherchiert, atemberaubend geschrieben und von eindringlicher Humanität gehört Bloodlands zu den historischen Büchern, die einen anderen Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts eröffnen.
Noch bevor der Zweite Weltkrieg begann, hatte Hitlers zeitweiliger Partner und späterer Gegner Stalin bereits Millionen von Menschen umgebracht - und setzte dieses Morden während des Krieges fort.
Bevor Hitler besiegt war, hatte er sechs Millionen Juden ermorden lassen - und ließ Millionen andere Menschen gezielt verhungern. All dies geschah auf einem einzigen Gebiet: den "Bloodlands" zwischen Russland und Deutschland. Doch als der Zweite Weltkrieg zu Ende war, verschwand die Erinnerung an diesen millionenfachen Mord in der Dunkelheit hinter dem Eisernen Vorhang.


Die Überlebenden der in den "Blutländern" verübten Massaker wurden, wie Snyder betont, oft genug Zeugen der Untaten BEIDER Diktatoren. Eine Geschichtsschreibung, die sich auf einen der Unrechtsstaaten beschränkte, würde der Lebenserfahrung dieser Menschen nicht gerecht.

Sie würde außerdem einen guten Teil ihrer Erklärungsaussichten verspielen, spreche doch vieles dafür, dass die totalitären Reiche sich gegenseitig zu Verbrechen animierten, die sie ohne Kontakt miteinander nicht begangen hätten.

Darüber hinaus, so ließe sich hinzufügen, heißt vergleichen nicht relativieren. Der Vergleich muss Unterschiede ebenso herausarbeiten wie Gemeinsamkeiten. Ob die Shoah einzigartig ist, weiß man nur, wenn man sie mit anderen Massenmorden verglichen hat. Wer auf Vergleiche verzichtet, verzichtet auf Erkenntnis.

Mittwoch, 21. März 2012

Leo Trotzki; politische Erfahrungen im Zeitalter der permanenten Revolution


Denkzettel - Politische Erfahrungen im Zeitalter der permanenten Revolution
Leo Trotzki , Helmut Dahmer , George Novack , Alan Woods

Der vorliegende Band beinhaltet eine bedeutende Auswahl an 58 Texten Trotzkis und liegt mit einem erweiterten Register sowie einem neuen Vorwort erstmals seit über 20 Jahren dem deutschsprachigen Publikum vor.

Das vorliegende Buch bietet einen hervorragenden Überblick über Leo Trotzkis Denken und seine politische Aktivität, die sich vom Anbruch des 20. Jahrhunderts bis zu seiner Ermordung durch Stalins Agenten im Jahr 1940 zieht.

Trotzkis Sprachgewalt und seine weit gefächerten Interessen machen ihn für ein breites Lesepublikum interessant. Seine Feder greift weit über Tagespolitik hinaus, setzt sich fachkundig mit Literatur und Psychoanalyse, der Anwendung der materialistischen Dialektik auf die modernen Naturwissenschaften und den Fragen der menschlichen Alltagskultur auseinander.