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Sonntag, 15. Februar 2015

Blaues Gold







Blaues Gold 
Gebundene Ausgabe – von Maude Barlow  (Autor), Tony Clarke (Autor)

Alle Welt fragt sich, wie lange die globalen Erdölvorkommen reichen. Doch ein in der Zukunft möglicherweise gravierenderes Ressourcen-Problem wird unterschätzt: Es droht ein Trinkwasser-Engpass.

Auch deshalb haben die Vereinten Nationen 2003 zum "Jahr des Süßwassers" erklärt. Im Gegensatz zum Öl, das für den Menschen zur Lebenserhaltung nicht wirklich nötig ist, ist Wasser ein schlicht unverzichtbarer Grundstoff, um den in Zukunft womöglich viel erbitterter gekämpft werden wird als heute um Öl.
Dazu, solchen Kriegen vorzubeugen, hat das zweite "Weltwasserforum", das im März 2000 in Den Haag stattfand, nicht gerade beigetragen.
Denn dort definierte man Wasser als "Handelsware".

Die Autoren des vorliegenden Bandes vertreten demgegenüber mit guten Gründen die Auffassung, dass "der Zugang zu sauberem Wasser zur Befriedigung elementarer Bedürfnisse ein unabdingbares Menschenrecht ist", weshalb diese lebenswichtige Ressource eben keine Handelsware sein könne, "die an den Meistbietenden verkauft wird".
Jede Generation, so argumentieren sie weiter, habe dafür Sorge zu tragen, "dass die Verfügbarkeit und die Qualität des Wassers durch ihr Handeln nicht geschmälert wird".
Dass wir aber genau dies durch einen allzu sorglosen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen tun, belegen Barlow und Clarke ebenso wie sie Akteure benennen, die dafür einerseits verantwortlich sind und die anderseits entschlossen sind, auch aus dieser Knappheit Kapital zu schlagen.

Doch belassen es die Autoren nicht dabei, die negative Entwicklung nachzuzeichnen sowie Schuldige und Profiteure zu benennen. Sie zeigen auch, welche Wege die Völkergemeinschaft ihrer Meinung nach gehen muss, um das Menschenrecht auf Wasser gegen privatwirtschaftliche Interessen zu schützen. Deshalb findet sich im Anhang die von Maude Barlow gemeinsam mit Jeremy Rifkin entworfene und auf der Nichtregierungskonferenz "Water for People and Nature" 2001 in Vancouver von allen 800 Delegierten aus 35 Ländern einstimmig verabschiedete "Vertragsinitiative zum gemeinsamen Gebrauch und zum Schutz des globalen Gemeinschaftsguts Wasser".
Auch wenn man sich für die angeführten Fakten vielfach nachprüfbare Belege wünscht und sich manche Zahlen auch nicht mit denen von Vandana Shiva in Der Kampf um das blaue Gold decken, ja selbst, wenn uns die große Wassernot nicht ganz so unmittelbar bevorsteht, wie Barlow und Clarke behaupten, sollte man dieses Buch unbedingt zur Kenntnis nehmen.
 -- Andreas Vierecke

Donnerstag, 12. September 2013

BOTTLED LIFE - Wem gehört das Wasser?





siehe weiters HIER !


BOTTLED LIFE - Wem gehört das Wasser?

Hierzulande müssen wir nur den Hahn aufdrehen und verfügen jederzeit über bestes Trinkwasser. Warum zahlen wir dennoch viel Geld für diese lebensnotwendige Ressource?

„Bottled Life“ deckt auf, wie Konzerne den Menschen ihr eigenes Wasser als teures Lifestyleprodukt verkaufen, indem sie sich weltweit den Zugriff auf wertvolle Quellen sichern. 
Journalist Res Gehriger verfolgt die Spur von Nestlé und lässt uns tief blicken in die Strategien eines der mächtigsten Akteure im Milliardengeschäft mit dem Flaschenwasser.


Gegen die Privatisierung der Wasserversorgung kämpft aktuell das bisher größte europäische Bürgerbegehren right2water. Zeitgleich zum Kinostart im September 2013 werden mehr als eine Millionen Unterschriften der Protestbewegung an die deutschen Behörden übergeben.


„Beklemmende und in keiner Weise verwässerte Analyse“ SonntagsZeitung

„Die stille Katastrophe – der Verteilkampf um das kostbare Gut Wasser wird stärker“ Tageswoche

„Der falsche Film zur falschen Zeit, sagte ein Nestlé-Mann zu Gehriger. Das Gegenteil ist der Fall“ Ensuite


Herbert-Quandt-Medienpreis 2013
Bester Dokumentarfilm, GreenMe Festival Berlin 2013
Nominierung Prix De Soleure, Solothurner Filmtage 2012
Gewinner Kamera Alpin Gold, 24. Filmfestival Graz 2012
Silver Plaque, 49. Chicago International Film Festival

Kinostart Deutschland: 12. September 2013









Mittwoch, 16. Mai 2012

Welche Gefahren lauern im 21. Jahrhundert?




11 drohende Kriege: Künftige Konflikte um Technologien, Rohstoffe, Territorien und Nahrung [Gebundene Ausgabe]

Andreas Rinke Christian Schwägerl 
Welche Gefahren lauern im 21. Jahrhundert? Zwei erfahrene Journalisten zeigen einige der brisantesten Konfliktherde der kommende Jahrzehnte auf – und kommen zu überraschenden Schlüssen.

Nach dem 11. September 2001 hat sich die Weltpolitik viel zu lange auf den Islamismus als Hauptgefahrenquelle konzentriert. 
Nun verhindert die Finanzkrise langfristiges Denken und Handeln. 
Dabei bauen sich längst neue, noch gefährlichere Risiken auf, denen rechtzeitig begegnet werden müsste, soll es nicht zu Konflikten und Katastrophen kommen, die unsere Zivilisation überfordern könnten.

In elf Szenarien erzählen Schwägerl und Rinke, was den sich zuspitzenden globalen Wettstreit um Technologien, Rohstoffe und Nahrung so gefährlich macht und warum demographische Veränderungen so bedeutsam sind. 
Ihre Berichte aus der Zukunft führen zu Schauplätzen wie etwa zu den Fischgründen der Weltmeere, den Datenzentren der IT-Konzerne, den Weizenfeldern Afrikas, zu begehrten Bergwerken, umstrittenen Grenzen und in den Weltraum. 
Eine besondere Rolle spielen Spannungen zwischen der alten Supermacht Amerika und der neuen Supermacht China.



Andreas Ringe, 
geb. 1961, verfolgt und beschreibt seit vielen Jahren die deutsche und internationale Außen- und Sicherheitspolitik. Als politischer Chefkorrespondent der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin berichtet der promovierte Historiker unter anderem über das Zentrum der politischen Macht in Deutschland, das Bundeskanzleramt. Seine Arbeit bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, beim Handelsblatt und nun bei Reuters hat ihn in fast hundert Länder dieser Erde geführt.



Christian Schwägerl, 
geb. 1968, schreibt als Journalist über wissenschaftliche und ökologische Umbrüche sowie ihre Folgen für Politik und Gesellschaft. Der Biologe hat in seiner Laufbahn für führende Medien (GEO, Berliner Zeitung, FAZ, SPIEGEL) gearbeitet.