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Dienstag, 25. Februar 2014

Arme Roma, böse Zigeuner - Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt, oder auch nicht !


















































Arme Roma, böse Zigeuner - Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt (Ein Faktencheck)

Norbert Mappes-Niediek 
Warum kommen die Roma in Osteuropa aus ihrem Elend nicht heraus? 
- Sind sie arm, weil sie diskriminiert werden, oder werden sie diskriminiert, weil sie arm sind? 
- Sind sie arbeitsscheu, kriminell und womöglich dümmer als andere? 
So wird oft gefragt, wenn auch meistens hinter vorgehaltener Hand. Und die Antwort kennt man natürlich: "typisch Roma." Der langjährige Balkan-Korrespondent Norbert Mappes-Niediek unternimmt einen Faktencheck und kommt zu überraschenden Befunden. Zugleich kritisiert er die europäische Roma-Politik und die von ihr beförderte "Gypsy industry" fundamental und zeigt alternative Wege auf.


Kenntnisreich und erfahrungsgesättigt überprüft der langjährige Balkan-Korrespondent Norbert Mappes-Niediek weitverbreitete Vorurteile über Sinti und Roma. Entstanden ist aber keine trockene wissenschaftliche Analyse, sondern ein oft reportagehaftes Buch, das es nicht bei Beschreibungen belässt, sondern Perspektiven und Forderungen für den Umgang mit dieser großen europäischen Minderheit entwickelt. (SWR2 (Forum Buch))
Norbert Mappes-Niediek: Jahrgang 1953, lebt seit 1992 als freier Korrespondent für Österreich und Südosteuropa in der Steiermark (Österreich). 1994/95 war er beim Sonderbeauftragten des UNO-Generalsekretärs für das ehemalige Jugoslawien als Berater tätig. Er schreibt unter anderem für Frankfurter Rundschau, Standard (Wien) und NRC Handelsblad (Rotterdam). Zahlreiche Bücher; im Ch. Links Verlag erschienen: »Österreich. Einblicke in ein fremdes Land«, 2001/2012; »Balkan- Mafia. Staaten in der Hand des Verbrechens - Eine Gefahr für Europa«, 2003; »Die Ethno-Falle. Der Balkan-Konflikt und was Europa daraus lernen kann«, 2005; »Kroatien. Ein Länderporträt«, 2009/2011.








Dienstag, 10. September 2013

Die unbekannten Nachbarn !






Die unbekannten Nachbarn. Minderheiten in Osteuropa [Broschiert]

Ruth Leiserowitz (Hg.)  

Dr. Ruth Leiserowitz (Hg.): Jahrgang 1958, Bibliotheks- und Verlagsangestellte, Übersetzerin, 1990 bis 1996 Studium der Geschichte und Polonistik in Berlin und Vilnius, 1996 bis 1999 wiss. Mitarbeiterin am Thomas-Mann-Kulturzentrum Nida / Litauen, 1997 Promotion, seit 1996 Lehrbeauftragte an der Universität Klaipeda, seit 2001 Forschungsprojekte an der HU Berlin und der FU Berlin, 2007 Habilitation. 
Zahlreiche Veröffentlichungen zur osteuropäischen Geschichte.


Alle osteuropäischen Länder sind geprägt durch die Existenz zahlreicher Minderheiten. Ihr Leben, ihre Kultur und Geschichte haben diese über Jahrhunderte hinweg bereichert und auch miteinander verbunden. 

Gerade durch sie verwandelte sich Osteuropa einstmals in eine vielfarbige, kulturell reiche Landschaft mit funktionierenden Nachbarschaften. Doch diese einzigartige Pluralität wurde in der Mitte des letzten Jahrhunderts zerstört. 
Der Zweite Weltkrieg hat mit seinen Umsiedlungsaktionen und den nachfolgenden Grenzverschiebungen und Blockbildungen viele Landschaften politisch und kulturell zerrissen. 
Die sozialistische Staatsideologie überlagerte die jeweiligen Kulturtraditionen. Erst allmählich beginnt eine Rückbesinnung auf die spezifischen Lebensarten und deren Wiederbelebung.





Donnerstag, 29. März 2012

Der Holocaust als Geschichte und Gegenwart


Deutsche - Juden - Völkermord. Der Holocaust als Geschichte und Gegenwart
[Gebundene Ausgabe]

Klaus-Michael Mallmann
, Jürgen Matthäus (Herausgeber)

Der Holocaust ist die große Wunde in der Geschichte der Zivilisation, das Verhältnis von Juden und Deutschen zwischen Schuld und Verdrängung ist offen auf immer. 20 internationale Autoren darunter einige der bekanntesten Holocaust-Historiker beschreiben das Verhältnis von Juden und Deutschen unter dem Vorzeichen des Holocaust auf dem aktuellen Stand der Forschung.

Die Nationalsozialisten planten eine Ausweitung des Holocaust auf das damalige Palästina und wollten mit arabischer Unterstützung die Entstehung eines jüdischen Staates verhindern. Dies haben Prof. Dr. Klaus Michael Mallmann von der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart und sein Mitarbeiter Dr. Martin Cüppers herausgefunden.
Nach den Forschungsergebnissen der beiden Historiker hatten die Nationalsozialisten in Athen eine Truppeneinheit in Bereitschaft gehalten, die etwa 500.000 aus Europa geflohene Juden ermorden sollte. Dieses Einsatzkommando war Erwin Rommels Afrikakorps unterstellt. Nur die Niederlage Rommels Ende 1942 in Ägypten gegen die britische Armee habe eine Ausweitung des Massenmords verhindert, schreiben die beiden Historiker in dem gerade erschienenen Band „Deutsche, Juden, Völkermord – Der Holocaust als Geschichte und Gegenwart“*).
Hätte Erwin Rommel 1942 die Truppen seines Gegners, des britischen Feldmarschalls Montgomery, in Ägypten geschlagen und wäre anschließend bis nach Palästina vorgedrungen, hätte das Einsatzkommando den Auftrag erhalten, die Juden in Palästina zu töten. Das Einsatzkommando sollte nach dem Muster der NS-Einsätze in Osteuropa arbeiten; dabei waren hunderttausende von Juden in der Sowjetunion und anderen Ländern Osteuropas ermordet worden. Die Nationalsozialistischen Machthaber wollten sich die Deutschfreundlichkeit der palästinensischen Araber für ihre Pläne zunutze machen. „Bedeutendster Kollaborateur der Nationalsozialisten und zugleich ein bedingungsloser Antimsemit auf arabischer Seit war Haj Amin el-Husseini, der Mufti von Jerusalem“, schreiben Mallmann und Cüppers. In seiner Person habe sich exemplarisch gezeigt, „welch entscheidende Rolle der Judenhass im Projekt der deutsch-arabischen Verständigung einnahm“. El-Husseini habe unter anderem bei mehreren Treffen mit Adolf Eichmann Details der geplanten Morde festgelegt.
„Die Geschichte des Nahen Ostens wäre völlig anders verlaufen und ein jüdischer Staat hätte dort wohl nie gegründet werden können, wenn das Vorhaben von Deutschen und Arabern gemeinsam in die Tat umgesetzt worden wäre“, schreiben die beiden Historiker. Glücklicherweise gelangten die Deutschen jedoch nicht bis Palästina; sie mussten sich vielmehr nach einer im November 1942 eröffneten alliierten Front in Nordafrika endgültig aus Ägypten und Libyen zurückziehen.
Klaus-Michael Mallmann, geb. 1948, ist Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg und Professor für Neuere Geschichte an der Universität Stuttgart. Es erschienen von ihm zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. zus. Mit Gerhard Paul »Die Gestapo. Mythos und Realität« (2. Aufl. 2003) und »Die Gestapo im Zweiten Weltkrieg. Heimatfront und besetztes Europa« (2000). Jürgen Matthäus, geb. 1959, ist Historiker am United States Holocaust Memorial Museum in Washington.

Sonntag, 25. März 2012

Aufmarsch: Die rechte Gefahr aus Osteuropa





















Gregor Mayer (Autor), Bernhard Odehnal (Autor)
Aufmarsch: Die rechte Gefahr aus Osteuropa;

Gregor Mayer & Bernhard Odehnal beleuchten in ihrem Buch in Reportagen und Analysen die rechtsextreme Szene in Ungarn, der Slowakei, Tschechien, Polen, Kroatien und Bulgarien.

Gregor Mayer, geboren 1960, berichtet für profil und Der Standard regelmäßig aus Ungarn und den Ländern des ehemaligen Jugoslawien.
Seit 2003 ist er Sonderkorrespondent der Deutschen Presse-Agentur (dpa) u.a. für den Nahen Osten. Von 2003 bis 2005 leitete er das dpa-Büro in Bagdad.



Die EU-Rechtsradikale Parteien und neofaschistische Gruppen werden zu einem immer größeren Problem an unseren Grenzen im Osten. Wahlsiege in Ungarn und Polen machen ebenso Schlagzeilen wie die blutige Jagd auf Minderheiten durch paramilitärische Gruppen oder Skinheads.

Von diesem Buch wird man noch lange sprechen. Denn was die beiden österreichischen Journalisten hier recherchiert und beschrieben haben, ist nur die Spitze eines Eisbergs, der die Politik, in Europa noch lange beschäftigen und beeinflussen wird. Gregor Mayer und Bernhard Odenahl zeigen zunächst in einem sehr ausführlichen Kapitel über Ungarn exemplarisch, wie mit Viktor Orban ein rechtskonservativer Politiker durch nationalistische Rhetorik die Rechten stark gemacht hat:
"Tabubrüche, die dem Rechtsextremismus den Boden bereiteten und rechtsextremes Gedankengut salonfähig machten, hatten die gesamte Regierungszeit Orbans gekennzeichnet. Er und seine Partei legten eine ziemlich offen Verachtung für demokratische Institutionen und Verfahren an den Tag."

Diese Tabubrüche haben in Ungarn die rechtsextreme Jobbik erst hoch gebracht, eine offen antisemitische und fremdenfeindliche Partei, die über eine paramilitärische Garde verfügt. Die letzten Wahlen in Ungarn haben gezeigt, wie durch eine solche Entwicklung eine ganze gesellschaftliche Ordnung umgekrempelt werden kann, mitten in der EU. Auch in anderen ost- und mitteleuropäischen Ländern gibt es solche Entwicklungen, die die beiden Autoren sehr ausführlich nachzeichnen.Von Winfried Stanzick