Posts mit dem Label Hannah Arendt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hannah Arendt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 12. August 2012

Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft:

Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft: 
Antisemitismus. Imperialismus. Totale Herrschaft [Taschenbuch]

Hannah Arendt
(Autor)


Unter dem Eindruck des Holocaust, der nationalsozialistischen Vernichtung des europäischen Judentums, hat Hannah Arendt mit 'Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft' - zuerst 1951 in New York erschienen, in deutscher Übersetzung 1955 - zugleich eine Geschichte und eine Theorie des Totalitarismus geschrieben.

Hier hat sie "die allgemein gültige Vorstellung vom monolithischen Charakter des Dritten Reiches erschüttert und auf die eigentümliche Strukturlosigkeit totaler Regierungen hingewiesen.
Hannah Arendt analysiert den Nationalsozialismus und den Stalinismus als verwandte Herrschaftstypen und als Folgeerscheinungen von Antisemitismus und Imperialismus."




Mittwoch, 8. August 2012

Macht und Gewalt







Macht und Gewalt [Taschenbuch]

Hannah Arendt
, Gisela Uellenberg



Hannah Arendt hat dieses Buch, das 1970 erstmals erschien, im Angesicht des Vietnamkrieges und unter den Eindruck weltweiter Studentenunruhen geschrieben. 

In diesem Essay zeigt sie die Abgrenzungen und Überschneidungen der politischen Schlüsselbegriffe Macht und Gewalt. 
Sie analysiert die theoretischen Begründungen von Gewalttätigkeit und die gewalttätigen Aktionen in Vietnam, in den Rassenkonflikten der USA und bei den Studentenrevolten in aller Welt. 

Die alte Theorie von Krieg und Gewalt als Ultima ratio der Macht wurde - wenigstensim zwischenstaatlichen Bereich - durch die Kernwaffen ad absurdum geführt. 
Hannah Arendt formuliert scharf und provozierend aus unserer Wirklichkeit gewonnene Erkenntnisse über die Funktionen von Macht und Gewalt in der Politik


In den Band wurde auch ein Interview aufgenommen, das Adelbert Reif mit Hannah Arendt geführt hat. 
Arendt zeigt sich darin «wirklich schockiert», als Reif auf marxistische Intellektuelle verweist, die der Meinung sind, «dass der Sozialismus trotz aller Verfremdungen immer wieder aus eigener Kraft im Stande ist, sich zu regenerieren».
Die Herrschaft Stalins eine «Verfremdung» zu nennen sei, erwidert die Philosophin, «ein Euphemismus, mit dem man nicht nur Tatsachen, sondern ungeheure Verbrechen unter den Teppich kehrt». Ein solcher «Jargon» verändere Tatsachen, indem er Verfremdung nenne, was nichts anderes gewesen sei als «ein Verbrechen von gigantischen Ausmassen».

Hannah Arendt war davon überzeugt, dass Wirtschaftsreformen den Sozialismus nicht mehr retten können.
Denn den Menschen gehe es nicht um ökonomische, sondern um politische Reformen: «Worum es ihnen geht, ist Freiheit mit allem, was dazu gehört: eine geltende Verfassung, gesetzlich gesicherte Rechte, Pressefreiheit, Mitbestimmungsrecht; vor allem das Recht zu sagen, zu schreiben und zu drucken, was ihnen beliebt.» 
Die Sowjetunion werde immer «zuschlagen», wo sich dieses «Streben nach Freiheit» manifestiere. Aber sie könne nicht mehr überall zuschlagen, denn – so Arendt 1970 – «als Grossmacht sitzt sie nicht mehr so fest im Sattel». 1989 fiel sie dann, um bei diesem Bild zu bleiben, endgültig aus dem Sattel der Weltgrossmacht, weil das Streben nach Freiheit nicht mehr zu unterdrücken war.



Donnerstag, 14. Juni 2012

Wahrheit und Politik




Wahrheit und Politik [Broschiert]
Hannah Arendt , Patrizia Nanz


In der Vorstellung des normalen Bürgers sind Wahrheit und Politik unvereinbar, Lügen scheint vielmehr zum Handwerk des Politikers zu gehören. Haben wir vielleicht eine grundsätzliche Abneigung gegenüber Tatsachen, die nicht unser Gefallen finden? 



Die Verbreitung von Tatsachen wird in Diktaturen skrupellos unterdrückt; demokratische Systeme gehen subtiler vor und marginalisieren sie als Meinungsäußerungen. 



- Aber welche Auswirkungen hat es, wenn zwischen Tatsachen und Meinungen nicht mehr unterschieden wird?
- Wo bleiben Wahrheit und Wirklichkeit im politischen Alltag, wenn letztlich alles in Frage gestellt und alles behauptet werden kann?
- Welche Auswirkungen hat es, wenn offizielle Regierungspolitik auf Lügen basiert? 



Hannah Arendt und Patrizia Nanz gehen diesen Fragen aus philosophischer und politikwissenschaftlicher Sicht nach. Ihre Ausführungen lassen den Leser sein Verhältnis zu Wahrheit und Lüge, aber auch zur Politik überdenken und neu gewichten.


Hannah Arendt, am 14. Oktober 1906 in Hannover geboren und am 4. Dezember 1975 in New York gestorben, studierte Philosophie, Theologie und Griechisch unter anderem bei Heidegger, Bultmann und Jaspers, bei dem sie 1928 promovierte.
1933 Emigration nach Paris, ab 1941 in New York. 1946 bis 1948 Lektorin, danach als freie Schriftstellerin tätig. 1963 Professorin für Politische Theorie in Chicago, ab 1967 an der New School for Social Research in New York.