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Freitag, 24. Juli 2015

Die Eroberung Europas durch die USA






Die Eroberung Europas durch die USA
Broschiert – von Wolfgang Bittner  (Autor)

Wolfgang Bittner, geboren 1941 in Gleiwitz, aufgewachsen in Ostfriesland, ist promovierter Jurist, arbeitete in verschiedensten Berufen, so u.a. als Rechtsanwalt, Verwaltungsbeamter, Fürsorgeangestellter. Er reiste intensiv und konzentrierte sich seit Mitte der siebziger Jahre mehr und mehr auf das Schreiben. Wolfgang Bittner verfasst Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder und war als freier Mitarbeiter für zahlreiche Zeitungen (u.a. Die Zeit, Frankfurter Rundschau, Neue Zürcher Zeitung), den Hörfunk und das Fernsehen tätig. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und er erhielt mehrere Literaturpreise.

Von 1996 bis 1998 wurde Bittner in den Rundfunkrat des WDR berufen. Er übernahm Lehrtätigkeiten im In- und Ausland, darunter mehrere Gastprofessuren in Polen. Er ist Mitglied des PEN und im Verband deutscher Schriftsteller, dessen Bundesvorstand er von 1997 bis 2001 angehörte.
Greift Russland an? Steht »der Iwan« vor der Tür? Seit Beginn der Ukraine Krise springen uns in den Zeitungen Putin-Karikaturen entgegen, in denen er als kriegslüsterner Zar dargestellt wird. Vom Abschuss eines Passagierflugzeuges in der Ostukraine bis hin zu den dortigen, in einen Bürgerkrieg ausgeweiteten Kämpfen: Überall trägt laut zahllosen Medienberichten Wladimir Putin die Schuld. Er scheint das personifizierte Böse zu sein.

Was nicht thematisiert wird:
Der seit langem vom US-amerikanischen Geheimdienst geplante und finanzierte »Regime Change« in der Ukraine. Die USA investierten mehr als 5 Mrd. US-Dollar in den Sturz der legitimen Regierung der Ukraine und machten gezielt ihren Günstling Arsenji Jazenjuk zum Ministerpräsident.

Wie kann eine EU, wie kann ein souveränes Deutschland sich dies gefallen lassen? Chronologisch, vom Beginn der Maidan-Ereignisse bis zu den letzten Entwicklungen im September 2014, schildert Wolfgang Bittner die verhängnisvolle Einflussnahme der US-amerikanischen Regierung auf die zentralen Medien und die Politik Europas.


Samstag, 20. Juni 2015

Trotzki – Eine Einführung





Trotzki – Eine Einführung Leben und Kampf eines revolutionären Marxisten
Inhalt
  • Vorwort der Redaktion
  • Einleitung
  • Kapitel 1: Aus dem Gefängnis an die Macht
  • Kapitel 2: Die permanente Revolution
  • Kapitel 3: Brot, Land und Frieden
  • Kapitel 4: Der Bürgerkrieg
  • Kapitel 5: Der Aufstieg Stalins
  • Kapitel 6: Trotzki und die Weltrevolution
  • Kapitel 7: Der Kampf gegen den Faschismus
  • Kapitel 8: Die Vierte Internationale
  • Kapitel 9: Das Übergangsprogramm
  • Kapitel 10: Das Leben ist schön
  • Hanns Graaf, Austreibung Trotzkis
  • Hannes Hohn, Für den Aufbau der Fünften Internationale

Die vorliegende Einführung in das Leben und Schaffen Leo Trotzkis von Richard Brenner richtet sich v.a. an Jugendliche, linke AktivistInnen und ArbeiterInnen, die eine Alternative zum Kapitalismus suchen – zu einem System, das sich in der schwersten Wirtschaftskrise seit 1945 befindet, das ganze Länder in Elend und Chaos stürzt, das die Existenzgrundlagen von immer mehr Menschen untergräbt, das permanent zum Krieg führt und sogar die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit zerstört.
Zugleich stellt sich aber auch immer drängender die Frage, warum die Arbeiterbewegung sich bisher kaum in der Lage sieht, der globalen Krise zu begegnen und sie auf ihre Weise zu lösen – indem sie die Kapitalisten enteignet und deren Profitsystem durch eine demokratisch geplante Wirtschaft ersetzt. Es stellt sich die Frage, warum beide großen Stränge der Arbeiterbewegung, der sozialdemokratische wie der “kommunistische”, den Kapitalismus nicht zu überwinden vermochten?
Zweimal, 1905 und 1917, wurde Trotzki zum Vorsitzenden des Petrograder Sowjets gewählt. Neben Lenin war er der wichtigste und populärste Führer der Oktoberrevolution. Er war Begründer der Roten Armee und Sieger im Bürgerkrieg. In wichtigen Funktionen war er am Aufbau des ersten Arbeiterstaats der Welt beteiligt.
Trotzki war aber zugleich auch der entschiedenste Kämpfer gegen die bürokratische Entartung der Gesellschaft unter Stalin und für die Verteidigung der revolutionären Konzeption von Marx und Lenin. Seine Kritik verband er mit dem Aufbau einer Opposition, die 1938 zur Gründung der IV. Internationale führte.
Sein umfangreiches publizistisches und theoretisches Schaffen stellt ihn in die erste Reihe des Marxismus. Seine Theorie der Permanenten Revolution, die Analyse des Stalinismus, das “Übergangsprogramm” oder seine Faschismus-Analyse sind Eckpfeiler jeder marxistisch-revolutionären Konzeption.
Brenners Biographie ist keine Heldenverehrung, sondern eine sachlich-kritische Wertung des Lebens und Schaffens Trotzkis. Er musste Trotzki nichts andichten, weil dessen Leben bewegt, ja dramatisch, groß und tragisch zugleich war, denn Trotzki lebte in einer Ära großer historischer Umbrüche und prägte sie selbst mit wie nur wenige andere.
Das Buch ist zugleich eine Bewertung bedeutender historischer Ereignisse und eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen politischen Konzeptionen. So trägt das Buch dazu bei, die Politik, die Strategie und Taktiken des revolutionären Marxismus zu verstehen und praktische Schlussfolgerungen für heute zu ziehen.
Ein Gedicht von Hanns Graaf und ein Text zur Frage des Aufbaus einer neuen, 5. Internationale runden diese Ausgabe ab.
ArbeiterInnenstandpunkt
Die Redaktion, November 2013

Dienstag, 14. Oktober 2014

Krieg und Revolution in Rojava (Syrisch-Kurdistan)





Krieg und Revolution in Syrisch-Kurdistan:
Analysen und Stimmen aus Rojava

Broschiert von Thomas Schmidinger  (Autor)

Als letzte Bastion kämpfen im Norden Syriens kurdische KämpferInnen gegen die jihadistische Bedrohung durch den selbsternannten »Islamischen Staat«.

Nach jahrzehntelanger Unterdrückung durch das Baath-Regime gelang es den syrischen KurdInnen im Windschatten des Aufstands gegen das Regime 2012, den Großteil ihrer Siedlungsgebiete zu übernehmen. 

Mit der Entwicklung des Aufstandes zum Bürgerkrieg und dem wachsenden Einfluss jihadistischer Gruppen ist jedoch die Sicherheitslage in Rojava (»West-Kurdistan«), wie Syrisch-Kurdistan von den KurdInnen selbst genannt wird, zunehmend prekär geworden. Für die syrischen KurdInnen ist die Verteidigung ihrer Städte und Dörfer ein Überlebenskampf geworden. 

Thomas Schmidinger, der Syrisch-Kurdistan mehrmals bereiste und zuletzt 2014 in Rojava war, gibt einen aktuellen Einblick über eine Region zwischen Revolution und Bürgerkrieg.
In zahlreichen Interviews mit PolitikerInnen und AktivistInnen sozialer Bewegungen lässt er darüber hinaus die Menschen in Rojava selbst zu Wort kommen.

Montag, 4. März 2013

Unter Wölfen





Unter Wölfen (Lieber aufrecht sterben, als auf Knien leben)
[Ungekürzte Ausgabe] [Gebundene Ausgabe] Karl Glanz (Autor)


Der österreichische Autor Karl Glanz befasst sich mit dem düstersten Kapitel der gemeinsamen deutschen und österreichischen Geschichte. Dem Terrorregime Hitlers und seiner Helfer, den großen, den mittleren, den kleinen und den Mitläufern. In seinem Werk "Unter Wölfen" geht es um Spanienkämpfer.
Von 1936- 1939 tobte in Spanien ein Bürgerkrieg. Freiwillige Helfer aus mehr als 50 Ländern kämpften auf der Seite der demokratisch gewählten spanischen Regierung, gegen den Faschisten Franco. Zahlreiche Spanienkämpfer wurden von den braunen Machthabern ins Gestapogefängnis Karlsruhe eingesperrt. 1941 verlegte man sie ins KZ Dachau.

"Die Spanienkämpfer hatten einen ganz besonderen Status im KZ, es waren die Ersten, die 1941 ins KZ kamen und die mit der Waffe gegen den Hitlerfaschismus gekämpft hatten, sie waren es , die die wenigsten Toten zu beklagen hatten, denn unter ihnen gab es eine Solidarität, die selbst die SS verwunderte."

Der Vater des Autors war von 1941- 1945 KZ- Insasse in Dachau.

Karl Glanz sagt über sein Buch selber: "Es ist ein Versuch wider des Vergessens und gegen die zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber dem europaweit Wiedererstarken rechter Gesinnung." Ganz bescheiden sagt der Schriftsteller Karl Glanz ferner: "Ich bin kein Künstler, dafür fehlt mir das "Genie", aber auch meine Sicht der Dinge muss zulässig sein."


Buchrückseite
Es wird Sie vielleicht wundern, wenn Sie diesen Text lesen, dass ich Namen vermieden habe. Das hat seinen Grund, denn wie viele Widerstandskämpfer sind Ihnen bekannt, bzw. wie viele kennen Sie mit Namen? Voraussichtlich werden Sie keinen einzigen Namen kennen.
Wie viele Täter kennen Sie? Da sieht die Antwort schon ganz anders aus, da können Sie einen ganzen Bogen Papier mit Namen voll schreiben, sind uns doch alle die Täter sehr wohl bekannt. Die Täter sind bekannt, die Opfer, die Widerstandskämpfer, die für unsere Freiheit und für die Demokratie gekämpft haben, die sind weitgehend unbekannt, sie sind namenlos und kommen auch in der Geschichtsschreibung nicht vor. Deshalb gibt es auch in diesem Text keine Namen.

Die Spanienkämpfer wurden aus dem Gestapogefängnis in Karlsruhe Ende April 1941 in das KZ Dachau verlegt. Es war der erste Transport dieser Art und in diesem ersten Transport befand sich auch mein Vater.
Ich habe fünf Personen herausgehoben, drei Freunde, anhand dieser wird die Geschichte der Spanienkämpfer im KZ Dachau erzählt.

- Der Spanier, aus Barcelona, Conrado Crespi de Verges, den mein Vater im KZ getroffen hat und wie sie Freunde wurden,
- der Straßenbahner, der ein gelernter Fleischhauer war, aber als ich ihn traf, da war er gerade Straßenbahner, der Eisenbahner, der Maschinenschlosser war und sein ganzes Leben lang bei der Bahn gearbeitet hatte und
- der Zynische, der Kellner war, aber diesen Beruf nie ausübte und der mein Vater war.
- Und da war noch der Salzburger, der ein Maurer war. Ludwig Gruber, der sich geweigert hatte, zurück nach Deutschland zu gehen und illegal nach Österreich reiste, als Franzose und so den Holocaust überlebte.

Meine Großmutter, die den Salzburger während des Krieges traf und mir von ihm erzählte. Die Spanienkämpfer hatten einen ganz besonderen Status im KZ, es waren die Ersten die 1941 ins KZ kamen und die mit der Waffe gegen den Hitlerfaschismus gekämpft hatten, sie waren es, die die wenigsten Toten zu beklagen hatten, denn unter ihnen gab es eine Solidarität, die selbst die SS verwunderte.

Der Krieg in Spanien war verloren, der Kampf ums Überleben im KZ hatte begonnen und manchmal ging er sogar bis zur Selbstaufgabe. Der Eisenbahner wurde zum Helden, weil er die US-Armee zum KZ geführt hatte und so vielen Insassen das
Leben gerettete. Es ist die Geschichte von Menschen, die ihre Taten nie in den Vordergrund gestellt haben und die nie für ihren Einsatz geehrt worden sind.




Mittwoch, 20. Februar 2013

Das ewige Spanien der Anarchie








Das ewige Spanien der Anarchie

Die anarchistische Literatur des Bürgerkriegs (1936-1939) und ihr Spanienbild [Taschenbuch]

Martin Baxmeyer  




Der Spanische Bürgerkrieg ist eines der geschichtspolitisch wirkungsmächtigsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts. 
Im Juli 1936 putschten einige rechte Generäle, darunter Francisco Franco, gegen die linke Regierung der Republik. Die Republik organisierte die militärische Gegenwehr, wurde aber von Großbritannien und Frankreich im Stich gelassen. 
Unterdessen kämpften italienische und bis zu 15 000 deutsche Soldaten auf Seiten der Faschisten. In einigen Regionen, vor allem in Katalonien, wurde dem Aufstand der Generäle mit einer sozialen Revolution begegnet. Dies geschah vor dem Hintergrund einer europaweit einzigartig starken anarchistischen Bewegung. 
Die anarchistische Gewerkschaft CNT (Confederación Nacional del Trabajo) war damals mit etwa zwei Millionen Mitgliedern die größte Gewerkschaft der Welt.


Der Spanische Bürgerkrieg (1936-1939) war jedoch nicht nur eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen. Er war auch die Zeit einer bemerkenswerten nichtprofessionellen literarischen Produktivität. 
Vor allem die Anarchisten sahen mit der Sozialen Revolution die Möglichkeit gekommen, ihre lang gehegte Utopie einer freien kollektiven literarischen Praxis Wirklichkeit werden zu lassen. Die neuen Zeiten würden auch eine neue Literatur haben. 

Martin Baxmeyer stellt die noch weitgehend unbekannte anarchistische Literatur des Bürgerkriegs in ihrem historischen und kulturgeschichtlichen Kontext vor und erörtert anhand einer Analyse ihres Spanienbilds, warum sie keineswegs die Geburtsstunde einer neuen revolutionären Literatur markierte. 

Seine Ergebnisse korrigieren Grundannahmen der internationalen Anarchis-musforschung auf entscheidende Weise.