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Freitag, 8. März 2013

Aufstand aus der Küche






Aufstand aus der Küche
:
Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalismus und die unvollendete feministische Revolution [Broschiert] Silvia Federici (Autor), Max Henninger (Übersetzer)


Silvia Federici ist feministische Aktivistin, Autorin und emeritierte Professorin für politische Philosophie und Women Studies.
1972 war sie Gründungsmitglied des International Feminist Collective, welches die internationale „Lohn für Hausarbeit-Kampagne“ initiierte. Seit dem hat sie zahlreiche Bücher und Essays zu marxisticher und feministischer Theorie, Globalisierungskritik und neuerdings zum Konzept der Commons veröffentlicht.
Seit den 1990ern ist sie Mitglied des Midnight Notes Collective. Sie lebt und arbeitet in New York City.


Dieses Buch ist Teil einer in den letzten Jahren aufgekommen Bemühung von Queer-Feministinnen, an die materialistischen Erkenntnisse des (Differenz-) Feminismus der 70er Jahre anzuschließen.

In dem Band formuliert die feministisch-marxistische Theoretikerin und Aktivistin Silvia Federici eine aktuelle Kritik der Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalismus und plädiert für eine feministische Politik der Commons.

Neben zwei neuen Beiträgen wird auch die bereits 1974 verfasste Kritik Counter-Planning from the Kitchen erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht.
Federici erinnert an die unerledigte Revolution des Feminismus und plädiert für deren Aktualisierung in der Gegenwart. Queer-Feminismus und Ökonomiekritik schließen einander nicht aus (wie in letzter Zeit immer wieder behauptet), sondern müssen verbunden werden.

Das Buch, das unsere Reihe eröffnen wird, ist gleichzeitig eine Intervention in einen queeren wie feministischen Diskurs, der sich um eine Kritik des Kapitalismus zu wenig bemüht und andererseits eine Intervention in den ökonomiekritischen, marxistischen Diskurs, der leider immer noch sehr androzentrisch (männerdominiert) funktioniert und Geschlechterverhältnisse nur am Rande behandelt.
Gleichzeitig führen wir auch die in USA und Italien bekannte operaistische Feministin Silvia Federici in Deutschland ein. Der Band stellt ebenso einen Beitrag zur Analyse des globalen Kapitalismus mit Schwerpunkt auf der Reproduktionsarbeit dar wie zur Geschichte feministischer Kämpfe.

Im Kontext der neuen Buchreihe Kitchen Politics ist der erste Band auch als ein Plädoyer für eine materialistische, antikapitalistische Wende der Queer Theory zu verstehen.










Freitag, 3. August 2012

Syrien Endspiel



Syrien Endspiel
Heft Nr. 70
Jahrgang 18, Sommer 2012,
64 Seiten
30. Juni 2012


Gastkommentar
Der politische Masterplan des Militärs
Von Heiko Flottau

Syrien Endspiel
Abd al-Rahman al-Kawakibi im Spiegel der syrischen Aufstände
Von Jens Heibach & Inana Othman
Das Leben eines freien Hundes sei besser als das Leben eines Löwen in Ketten, schrieb ‘Abd al-Rahman al-Kawakibi vor über hundert Jahren, vielleicht mit etwas zu viel Pathos für unseren heutigen Geschmack.

Dass aber nachfolgende Generationen von Syrern vor allem damit beschäftigt sein sollten, den Löwen (arab. asad) in Ketten zu legen, konnte der gebürtige Aleppiner beim Verfassen dieser Zeilen natürlich nicht ahnen.
Die syrischen Protestierenden jedenfalls nehmen ihm diese aus der Retrospektive leicht missverständliche Formulierung nicht übel. Im Gegenteil, Kawakibi steht in Syrien wieder hoch im Kurs.


Er ist einer der Intellektuellen, über dessen Schriften gerade in diesen Tagen diskutiert wird. Dies zeigt allein ein Blick ins Internet. Auf zahlreichen Foren werden seine Werke gepostet und besprochen, revolutionäre Webpräsenzen berufen sich auf ihn.


Was ist Despotie?
Von Abd al-Rahman al-Kawakibi
Das angebliche „Projekt Alawitenstaat” in Syrien
Von Abdallah Hanna


„Wir sind zur Hoffnung verdammt“ (Sadallah Wanus)
Hafez al-Asads Überlebensstrategie: Repression


Anmerkungen zu den syrischen Aufständen
Von Omar S. Dahi


Dardari: Der Trojaner des neoliberalen Syrien
Von Ghadi Francis


Die islamischen Stützen der säkularen Diktatur
Von Mona Sarkis


Mächtige Muslimbrüder?
Von Mona Sarkis


Die Opposition als Bürde der Revolution
Von Hazem Nahar


Opposition gegen die syrische Opposition - gegen den SNC
Von As'ad AbuKhalil


Dialog oder Tod?
Von Radwan Mortada


Hizbullahs subtiler Schwenk im Syrien-Konflikt
Von Nicholas Noe

Warum Hizbullah das Asad-Regime unterstützt
Von Amal Saad-Ghorayeb

 


Freitag, 24. Februar 2012

Der Aufstand des Gewissens












Der Aufstand des Gewissens:
Die nicht-gehaltene Festspielrede 2011 ;
Jean Ziegler (Autor)

Wir leben in einer Zeit, in welcher die täglichen Schlagzeilen von der Finanzkrise beherrscht werden, andere wichtige Themen geraten dabei in Vergessenheit, werden an den Rand gedrängt. Eines dieser anderen Themen wollte der Schweizer Soziologe, Politiker und Buchautor Jean Ziegler in seiner Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 2011 aufgreifen.

 
Jean Ziegler, Soziologe, Globalisierungskritiker und Politiker, sollte mit seiner Rede im Juli 2011 die Salzburger Festspiele eröffnen. Doch er wurde wieder ausgeladen.
Seine Rede durfte er in Salzburg nicht halten, doch was Jean Ziegler der interessierten Öffentlichkeit an diesem Tag hätte sagen wollen, können Sie in diesem Buch nachlesen.

Jean Ziegler, Bürger der Republik Genf, Soziologe, ist emeritierter Professor der Universitäten von Genf und Paris.
Ziegler war bis 1999 Nationalrat (Abgeordneter) im Schweizer Parlament, dann Sonder-Berichterstatter der UNO für das Recht auf Nahrung. 


Seit 2008
bis 2013 war er Vizepräsident des beratenden Ausschusses des UNO-Menschenrechtsrats. Er ist Träger verschiedener Ehrendoktorate und internationaler Auszeichnungen (CARE-Milleniumspreis - 2009 und Internationaler Literaturpreis für Menschenrechte - 2006).